17. u 18. Mai
a) Genuss
Wie bereits am Vortag beschlossen verbrachten wir den Donnerstag, den 17.Mai in Kato Zakros mit vielen Aktivitäten wie:
Genießen, Ausgrabungen besichtigen, den „rechten“ Weg nach Asokeramos zu suchen, am Strand die Sonne zu genießen, zwischendurch in unserem Appartement zu ruhen, Schach zu spielen, natürlich auch ein wenig zu essen, um wieder Kräfte zu sammeln.
Commentarii de itinere cretico 3 apo Hermann
Fragen von Radio Eriwan:
Was machen HuH an einem Ruhetag am Meer?
Welche der angeführten Antworten treffen zu?
-Sie besichtigen den minoischen Palast
-Sie gehen schwimmen
-Sie spielen Schach
-Sie bringen den Blog auf Vordermann
-Sie spazieren durch die Gegend
-Sie essen und trinken
-Sie unterhalten sich mit Griechen in perfektem Griechisch über Politik und verteidigen die EU
-Sie begegnen anderen wandernden TouristInnen
Die richtige Antwort: Alle Möglichkeiten stimmen, nur die letzte Aussage trifft nicht zu.
Die Europäer und – innen sind daheim.
Natürlich gingen wir zeitig nach dem Abendessen – die Zeit weiß ich nicht mehr so genau – ins Bett?
Dann: Die Erinnerung an alte Zeiten.
Wir schreiben das Jahr 1989, als Hermann, Luigi und ich in Zypern auf Wanderschaft waren. Was mir von dieser Reise in Erinnerung eigebrannt blieb, dass mein Freund Hermann innerhalb von 2 Tagen drei, ich wiederhole, drei Landkarten verloren hat.
Das hätte mir als Zeichen dienen sollen.
Ihr ahnt es schon, bereits am 2. Tag unserer Wanderung hat Hermann in seiner manchmal emotionslosen Art mitgeteilt, dass er die Kretakarte verloren habe.
b) Herausforderung
Am Freitag – nach einem ersten Frühstück – stiegen wir in etwa 1 ¾ Stunden über eine wunderbare Landschaft nach Zakros hinauf.
Wie eine alte Bauernregel, und zwar die Regel Nr.1, besagt: Gehe nie an einem Kafenion vorbei, kehrten wir in das Dorfcafe ein.
| Wo ist das Gasthaus, bitte? |
Dort luden uns alte Griechen – so etwa unser Alter- sofort auf ein Bier ein. Dazu gab es herrliche Mesedes (Zucchini frittiert, Käseaufstriche, Pommes, Paximadakia mit Tomaten- ein fach herrlich).
Ich wollte mich für das Bier revanchieren und lud sie auf einen Raki ein. Doch sie wollten am Vormittag nicht trinken. Und deren Wunsch nach Liebe konnte ich ihnen beim besten Willen nicht erfüllen. (Siehe Kommentar Hermann).
Commentarii de itinere cretico 4 apo Hermann
Freitag 18.5.
Dialoge zum Tag:
(In einem Kafeneion in Zakros- zwei ältere Touristen und vier alte Griechen)
Tourist 1: Delete Raki? (=Wir würden euch gerne einen Schnaps spendieren)
Grieche 1: Ochi, efkaristo nein, danke)
Tourist 2: Ti allo delete? (was möchtet ihr sonst?)
Grieche 2: Agapi ( Liebe)
Allgemeines verständnisvolles Lachen
Dann stiegen wir in etwa 2 weiteren Stunden auf die Hochebene nach Ziros, dann begann es zu regen, dann suchten wir Zuflucht in einer zufällig da gewesenen Kapelle. In dieser beteten wir, zündeten für unsere Lieben zu Hause noch Kerzen an und machten ebendort auch unseren Mittagschlaf.
Nach ca. 1 Stunde tiefen Schlafes hat sich der Himmel wieder gelichtet und wir setzten unsere Wanderung über die Hochebene fort.
Laut Karte- HERMANN hat inzwischen eine neue organisiert- noch etwa 4-5 km zum nächsten Ort.
| Wir bitten um die Hilfe des Hl,Georg |
| und er gewährt sie... |
Laut Karte- HERMANN hat inzwischen eine neue organisiert- noch etwa 4-5 km zum nächsten Ort.
Was soll ich euch sagen, wieder einmal Km Angaben nach griechischer Art.
Bergauf, bergab, über Stock und Stein, manchmal ein Wegweiser (E4) aber nur dann, wenn man ihn nicht brauchte. Außerdem gibt es tausende so niedrige Büsche, die bei jedem Schritt ihr Stacheln nach uns ausgestreckt haben.
Zum Schluss haben wir dann auch noch die Karte nicht richtig gelesen und noch einen Umweg von ca. 1 Stunde gemacht.
„Ziros zieht sich“:
Dialog von HuH auf der Hochebene über Ziros- der Regen droht-der Weg ist unklar- nach 5 Stunden Wandern sind die beiden ausgelaugt und müde.
H1: Wir könnten heute in Ziros eigentlich sofort aufs Zimmer gehen, Wasser trinken und schlafen. Das würde unserer Figur guttun. Wir hätten viele Kalorien eingespart.
H2: Und wozu?
H1: Die Weisen aller Kulturen schwören aufs Fasten. Es eröffnet Glückszustände.
H2: Mag sein. Aber zum Fasten bin ich nicht auf Kreta.
(Und es wird noch drei Stunden dauern, bis sie dieses Statement in die Tat umsetzen können.)
| Makia - und überall sichtbare Wege.. |
Commentarii de itinere cretico 4 apo Hermann
Letztendlich haben wir an diesem Tag fast genau 8 ½ Stunden auf unseren Beinen verbracht, so dass wir dann rechtschaffen müde in ZIROS nach dem Abendessen in ein recht einfaches, aber in diesem Augenblick wundervolles Bett gefallen sind.
Auf alle Fälle ein spannender Tag.
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